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Orgelbau Hey - über 250 Jahre Rhöner Orgelbautradition,
seit 1874 in Familienbesitz.

 


Mainfrankentour
BAYERN 1

Bayern 1 Mainfrankentour und Tag der offenen Tür bei Hey Orgelbau

Traditionsreiche Handwerksbetriebe besucht das BR-Regionalstudio Mainfranken auf seiner Mainfrankentour 2008. Am Mittwoch war Station bei Orgelbau Hey in Urspringen - weit über 1.000 Hörer folgten der Einladung.

Eberhard Schellenberger begr  t die G ste der Mainfrankentour

Herbert Hey und seine Söhne Thomas und Christian führen den Familienbetrieb im Landkreis Rhön-Grabfeld - mittlerweile in der sechsten Generation. Eine intensive Ausbildung müsse der angehende Orgelbauer absolvieren, sagt Hebert Hey - in seinem Handwerksbetrieb ist Handarbeit noch gefragt: Nur wenige Teile werden hinzugekauft; die meisten entstehen mit viel Liebe zum Detail in der Werkstatt in Urspringen (Landkreis Rhön-Grabfeld).

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Bayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenFirmengel�nde von Hey OrgelbauFamilie Hey beim InterviewDreharbeitenEberhard Schellenberger und Herbert HeyZahlreiche G�steThomas HeyRadio - liveRadio - liveIn der Orgelbauwerkstatt
InterviewBayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenBayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenOrganist Herbert SchmittBayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenDer KindergartenHerrliches Wetter�ber 1200 BesucherB�rgermeister
Bayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenBayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenMusikalische UnterhaltungBayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenHey OrgelbauKindergartenMusikalische UnterhaltungBayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenBayern 1 Mainfrankentour bei Hey Orgelbau in UrspringenHey Orgelbau
Bayern 1 Mainfrankentour
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Die Orgel des Ururgroßvaters

Und dann berichtet Herbert Hey über das Jahr 1989, als die Grenze nach Thüringen geöffnet wurde. Den Orgelbauer zog es daraufhin mit seiner Familie nach Melpers, denn dort sollte noch eine Orgel zu finden sein, die der Ururgroßvater 1874 gebaut hatte - und tatsächlich: Sie stand in der Kirche, war zwar nicht mehr spielbar, aber doch in einem Zustand, der die Sanierung ermöglichte. Dem örtlichen Pfarrer bot die Familie an, das Instrument wieder instandzusetzen - er ging auf das Angebot gerne ein.

Jede Orgel hat ihren Charakter

Orgelbauer Herbert HeyIn Urspringen lernten die Hörer des Mittagsmagazins eine Handwerkerfamilie kennen, die auf ihre Produkte schwört. Schon seine Vorfahren hätten Instrumente hergestellt, deren unvergleichliche Perfektion im Innenleben Maßstäbe gesetzt habe, berichtet Herbert Hey. "Jede Orgel hat ihren Charakter", sagt Hey - und deshalb seien auch die Hey-Orgeln letztendlich unverwechselbar. Mit Qualität gelinge es auch im Zeitalter der Globalisierung, Billigimporten beispielsweise aus Fernost zu trotzen.

Unglaubliche 1.300 Besucher waren im Rahmen der "Mainfrankentour" Gäste bei der Orgelbau-Firma Hey

Der Bayerische Rundfund sendete "live" aus Urspringen - Rund eine Stunde drehte sich alles um das Thema Orgel

Strahlender Sonnenschein begleitete am Mittwoch die Livesendung des Bayerischen Rundfunks auf dem Betriebsgelände der Firma Orgelbau-Hey im Ostheimer Stadtteil Urspringen. Rund 1.300 Gäste waren gekommen, um zunächst in der knapp einstündigen Sendung alles über die "Königin der Instrumente" zu erfahren und danach dann ausführlich bei einem Rundgang durch die Rhöner Orgelbaufirma zu informieren.

Sportverein und Feuerwehr von Urspringen hatten zusammen geholfen und die Bewirtung der Besucher aus ganz Unterfranken sichergestellt. Kein Wunder, dass das BR-Team aus Würzburg von einer hervorragenden Organisation sprach und auch die Zuhörer rundum zufrieden waren.

Firmenchef Herbert Hey hatte natürlich auf die Fragen der Reporter Franz Barthel und Stefan Kirchner die notwendigen Antworten parat. Zum Beispiel, als Franz Barthel wissen wollte, ob einem Orgelbauer überhaupt bewusst ist, dass das von ihm gebaute Instrument bei so manchem Kirchenlied den Besuchern eine Gänsehaut einbringen könne. So etwas wisse man natürlich und sei auch stolz, wenn die Holz- und Metallteile einer Orgel harmonisieren, alles zusammenspielt und die Herzen der Besucher öffnet.

Zur Zeit wird in der Orgelbaufirma die Kirchenorgel aus Schleusingen in Südthüringen gebaut. Ein Instrument, das fast die ganze Montagehalle ausfüllt. Hinzu kommen weitere Neubauten, aber auch Umbauten.

Stephan Kirchner erfuhr, dass es ein langjähriger Prozess ist, bis man ein Orgelbauer wird. Ohne ein entsprechendes Team sei dann der Bau nicht möglich. Wichtig sei es ja, dass so eine Orgel über mehrere hundert Jahre spielt. In der Firma Hey in Urspringen wird ein Großteil der Bauteile für eine Orgel selbst hergestellt und verarbeitet. Nur wenige Teile kommen von auswärts.

Was muß eine Orgel haben? Natürlich ein gutes Design, gute Klangausrichtung und eine gute Raumintonation. Nicht jeder Kirchenraum ist gleich. In der Orgelbaufirma selbst war Klaus Wagner mit eingebunden, der auf einer Orgel spielte , die die Firma Hey ausleiht , wenn in einer Kirche eine neue Orgel gebaut wird.

Schließlich ging es bei der Live-Sendung in Urspringen auch um die Grenzöffnung zur einstigen DDR und welche Auswirkungen dies für das Rhöner Orgelbauunternehmen hatte.

In Melpers steht zum Beispiel eine Orgel, die der Ur-Ur-Großvater von Herbert Hey im Jahr 1874 gebaut hatte. F�r Herbert Hey natürlich ein besonderer Tag , als er nach der Grenzöffnung nach Melpers fuhr. Der Ortspfarrer Thomas Bsufka half natürlich, damit die Heys in die Kirche kamen. Das Instrument war kaum noch spielbar. Die Orgelbaufirma aus Urspringen entschied spontan, die Orgel kostenlos zu reparieren. Der Pfarrer erinnert sich noch, dass es in der Adventszeit war, als die Orgelbaufirma in Melpers war.

Stephan Kirchner wollte wissen, ob es Traditionen gibt, eine echte Hey-Orgel zu erkennen. Das sei durchaus möglich sagte Herbert Hey. Es gibt Signaturen aber auch die Perfektion im Innenleben einer Orgel. Oftmals findet man in der Orgel auch seltsame Dinge. Da gab's schon alte Gewehre aus dem 30-j�hrigen Krieg bis hin zum Jägermeister, aber auch Inschriften vom Orgelbau oder von einem Organisten.

In Thüringen gibt es einige Instrumente, die im Betrieb Hey entstanden sind. Es gibt noch viele Instrumente, die Vater und Großvater Hey gebaut hatten, wusste Herbert Hey. Er nannte auch die guten Beziehung zu Thüringen und hier vor allem zu den Pfarrern.

Um was ging es noch? Zum Beispiel um die neue Orgel am Kreuzberg. Der Vizepräsident und Schreinermeister Walter Heuslein aus Billingshausen berichtete, dass er Musik studiert hatte. Heute sei es wichtig, dass man in der Gemeinde immer wieder mithelfe. Sein Vater sei Musiker gewesen. Heuslein selbst war schon öfters in der Rhön und konnte auf der Hey-Orgel spielen. Das sei ein ganz besonderer Moment gewesen. Bruno Werner habe dies möglich gemacht.

Kantor Herbert Schmitt betreut die Hey Orgel der Pfarrkirche in Mellrichstadt und berichtete den Reportern, dass es ganz wichtig sei, den Kontakt zum Orgelbauer zu haben. Von ihm lerne man auch sehr viel. Als Orgellehrer könne er sagen, dass es nach wie vor Nachwuchs gebe. Man müsse die jungen Menschen nur für das Instrument begeistern. Schließlich spiele man auf der Orgel auch moderne Stücke.

Thomas und Christian Hey berichten, dass man bei der Firma Hey die Bereiche in der Firma aufgeteilt hat. Christian Hey wartet die Instrumente und ist für den Außendienst zuständig. Für Christian Hey ist eine Ehre Orgelbauer zu sein. Thomas Hey ist für die Auslandskontakte, Orgeldesign und Büro verantwortlich.

Zufrieden sei man mit der Auftragslage. Gibt es neue Märkte? Natürlich, sagte Thomas Hey. Man müsse neue Märkte auch im europäischen Bereich oder auch in den USA, England oder Korea angehen. In Unterfranken gibt es natürlich noch andere Orgelbauer, wobei jeder seinen eigenen Absatzmarkt habe. Deutsche Orgeln haben weltweit einen sehr guten Ruf, sagt schließlich Herbert Hey. Claudia Hey ist nicht im Betrieb, aber für den Zusammenhalt der Familie zuständig. Sie pflegt aber auch die Kontakte mit Pfarren und Pfarreien und anderen Kunden. Insgesamt war es eine Sendung des Bayerischen Rundfunks, die das Rhöner Unternehmen hervorragend präsentierte. Bei anschließenden Führungen in der Orgelbaufirma Hey gab es dann für die Gäste natürlich weitere ausführliche Informationen. Sie konnten sehen, wie eine Orgel entsteht, welche Arbeitsgänge notwendig sind und erfuhren auch einiges über den Zeitaufwand. Besonders beeindruckend war da unter anderem die prachtvolle Orgel aus Schleusingen.

Zeitungsbericht

Aus Rhön- und Streubote
Freitag, 13. Juni 2008

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