Bischofsheim (hf).
„Das
Zusammenspiel mit einer
Orgel der Firma Hey aus
der Rhön ist ein Traum.“
Das sagte
Chorleiter und
Kirchenmusikdirektor
Colin Baldy nach dem
Konzert in der
Wallfahrtskirche am
Kreuzberg in der Rhön.
Sein Dank galt Herbert
und Christian Hey, die
den Chor begleitet haben
und es möglich machten,
daß man sich, wie Baldy
sagte, „ein Klangbild
von der Vielfalt der
Rhöner Orgel machen
konnte.“ Daß die
Mitglieder des Chors der
St. Mary’s Church aus
Maldon, Essex, England
wiederkommen, ist keine
Frage, sagte Herbert
Hey, noch begeistert vom
Konzert und den
Lobensworten des
Chorleiters. „Wir hoffen
und wünschen uns eine
Orgel von der
Orgelbaufirma Hey,“
sagte
Kirchenmusikdirektor
Colin Baldy. Die Orgel
für die St. Mary`s
Church wird in den
nächsten Jahren im Werk
in Urspringen gebaut
werden.
Es war
ganz bestimmt ein besonderes Konzert, das die mehr
als 200 Besucher in der Klosterkirche am Kreuzberg
am Sonntagnachmittag miterlebten und so war es
verständlich, daß man schon während der Aufführung
immer wieder einmal lobende Worte wie „das ist
einfach schön...
hervorragend der
Gesang...“ hörte. Etwas das auch bei den
vorhergehenden Konzerten in Reckendorf in den
Hassbergen und in Schleusingen zu hören war, wie
Herbert und Christian Hey sagten. Auch dort seien
die Konzerte sehr gut besucht gewesen.
Mit
der „Cantique de Jean
Racine von Gabriel Fauré
eröffnete Stephen Moore
an der Hey Orgel der
Wallfahrtskirche am
Kreuzberg gemeinsam mit
Chor und gleich zu
Beginn begeisterte nicht
nur der Chor, sondern
auch Stephen Moore, der
die Hey Orgel am
Kreuzberg in ihrer
ganzen Bandbreiten
vorstellte. Selten hatte
man sie so gehört und
war begeistert von der
„Königin der
Instrumente“. Sichtlich
stolz denn auch die
Orgelbauer, die auf der
Empore waren und dabei
die Klangvielfalt ihres
Instrumentes
miterlebten. Das
Benedictus von John
Taverner sang der Chor
und danach aus der
„Missa Sancti Johannis
de Deo“ die kleine
Orgelmesse von Joseph
Haydn. Man hätte eine
Stecknadel fallen hören,
so still gebannt waren
die Zuhörerinnen und
Zuhörer. So gab es denn
auch bereits zur Pause
langanhaltenden Beifall.
Einfallsreich dann von
Edgar Bainton der Titel
„And I saw a new heaven“,
bei dem wieder einmal
die Orgel besonders
unterstützend zu hören
war. Da hörte man
förmlich das Gezwitscher
der Vögel und das Summen
der Bienen auf den
Blumen, als der Chor
davon erzählte, daß Gott
in allem ist, sogar in
den Blumen, den Vögeln
oder in den Fröschen.
Gewaltig dann die
Lobeshymne in dem Edgar
Bainton zusammenfaste,
daß alles auf der Welt
Gott lobt. Hier war es
wieder Stephen Moore,
der die Kreuzbergorgel
in all ihren Registern
voll zum Klingen brachte
und Orgel und die
Stimmen der
Chormitglieder den
Kirchenraum erfüllten.
Mit Kyrie und Agnus De,
„Rejoice in the Lamb“
und dem kraftvollen
Magnificat von Herbert
Howells beendete der
Chor den
außergewöhnlichen
Konzertnachmittag. Lang
anhaltender Beifall
zeigte den Gästen aus
Essex in England, wie
hervorragend ihr Konzert
angekommen war.

Von
Chorleiter Colin Baldy,
der durch das Programm
führte, manchmal nach
deutschen Begriffen
suchte und durch seine
lockere Art begeisterte,
gab es außerdem
Informationen zum Chor.
So erfuhren die
Besucher, daß der Chor
in der katholischen
Tradition der Kirche von
England, ein wichtiger
Beitrag bei der
Messfeier ist. Der Chor
singt jede Woche eine
unterschiedliche Messe,
von der Polyphonie des
sechzehnten
Jahrhunderts,
beispielsweise die Musik
von Palestrina, Victoria
und Byrd bis zu modernen
englischen Komponisten
wie Howells und Britten.
Darüber hinaus singt der
Chor monatlich den
Anglican Office of
Choral Evensong, der die
große Tradition der
englischen Chormusik von
der Zeit der Königin
Elisabeth I. bis zum
heutigen Tag bezeichnet.

Ein
besonderes Erlebnis war
das Chorkonzert am
Sonntagnachmittag in der
Wallfahrtskirche am
Kreuzberg in der Rhön.
Dort begeisterte der Chor
der St. Mary’s Church aus
Maldon, Essex, England.
Ihm ging es beim Konzert
auch um das Zusammenspiel
mit der von der
Orgelbaufirma Hey aus
Urspringen gebauten
Kreuzbergorgel. Die St.
Mary’s Church bekommt
nämlich eine Hey-Orgel.
Die gesamte Klangfülle der
Hey-Orgel in der Wallfahrtskirche am Kreuzberg in
der Rhön ließ Stephen Moore beim Konzert einmal
hören. Foto: Friedrich