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Benefiz CD ::: Hurrikan Katrina

Schon seit einiger Zeit wollten der in den USA bekannte Musiker und Komponist Lucius Weathersby und die Orgelbaufirma aus der Rhön zusammen eine CD produzieren. Die Katastrophe von Hurricane Katrina 2005 gab den traurigen Anstoß dazu, die geplante CD nun aufzunehmen und den Erlös für Kirchenmusiker im Hurrikan Gebiet an der Golfküste zu spenden.
Kurz nach seinem Besuch in Europa haben wir bestürzt und mit tiefem Mitgefühl die Mitteilung vom plötzlichen Tod von Lucius Weathersby erhalten. Wir alle können es nicht fassen und sprechen unsere tief empfundene Anteilnahme aus.
Die Musikwelt hat einen wertvollen Menschen verloren, der sich bei seinem Besuch in Deutschland viele Freunde gemacht hat. Wir werden  Lucius ein treues und ehrendes Andenken bewahren.

Das Projekt konnte leider nicht weitergeführt werden, jedoch möchten wir Ihnen an dieser Stelle die Aufnahmen als download zur Verfügung stellen:

Aufnahme Download: 

benefit_recording1.zip
(als mp3 mit 61 MB)

   

CD Booklet download:

cd-cover.pdf
cd-booklet.pdf
cd-inlay.pdf

 

Mit auf der CD die:  New Orleans Suite von  Lucius R. Weathersby
Die New Orleans Suite ist den Bewohnern in der Region der Golf Küste gewidmet – denjenigen die fliehen konnten und denen, die den Verwüstungen des Hurrikan Katrina nicht entfliehen konnten. Die Suite strebt an, den traditionellen New Orleans Jazz Funeral einzufangen. In diesem Idiom beginnt die Suite mit den langsamen, traurigen Klängen der Choräle Nearer My God to Thee und Just a Closer Walk with Thee und beschließt mit einem Ausbruch von Freude und Hoffnung, der ausdrückt, dass jeder  – reich oder arm – Entzücken im Leben nach dem Tode erfahren wird.

 
Die Benefiz CD wurde an drei verschiedenen Orgel in Deutschland aufgenommen:
::: Leutershausen   ::: Mellrichstadt   ::: Kreuzberg
 

Impressionen von den Aufnahmen:

 

LED Beleuchtung hinter Glas Ornamenten.

 
Die neue Orgel in Leutershausen
 
   

Die Orgel Mellrichstadt.

 
 
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Die neue Orgel am Franziskaner Kloster Kreuzberg.
 
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Radiointerview

Hintergrund: Werkzeuge von Wilhelm Hey

Dr. Haupt (Landesamt für Denkmalpflege)
Dr. Lucius R. Weathersby (Professor für Musik)
Herbert Hey (Orgelbaumeister)

 
Hanns Friedrich vom Bayerischen Rundfunk, Dr. Weathersby und Thomas Hey
 
An der Truhenorgel
 
Dr. Weathersby an der Hey Truhenorgel
 
 
 

Mikrofonierung der Orgeln

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Am Kloster Kreuzberg
 
In St. Kilian Mellrichstadt
 
Herr Braun und Dr. Weathersby beim Abhören der Aufnahmen
 
In St. Bartholomäus Leutershausen
 
 
Dr. Weathersby ::: Herr Braun ::: Thomas Hey
 
In der Orgel am Kreuzberg
   

Aufnahmen an der Orgel in Mellrichstadt

Konzert an der Orgel in Leutershausen

 

Konzert an der Orgel in Oberthulba

 
Im Montagesaal von Hey Orgelbau Am Spieltisch der Kreuzbergorgel  
 
 
 

Unterstützt von    

::: Dr. Lucius R. Weathersby
  ::: Kingsdale Artist Management
  ::: Tonstudio Harald Braun  
  ::: Hey Orgelbau
 
 
 

Program of the Benefit CD


Three Impromptus, Op 78                                             Samuel Coleridge-Taylor (1875 – 1912)

Numbers 1 and 2

Samuel Coleridge-Taylor wurde am 15. August 1875 in Holborn, England (ein Vorort von London) geboren. Seine Mutter war Engländerin und sein Vater, Daniel H. Taylor, war von Sierra Leone. Daniel Taylor studierte Medizin am Taunton College, Somerset und Kings College. Nachdem er ein Mitglied des Royal College of Surgeons wurde erhielt er eine Lizenz des Royal College of Physicians. Auf Grund von mehreren Veröffentlichungen, die meist seine Hautfarbe einbezogen, kehrte er nach Sierra Leone zurück. Dies geschah in der frühen Kindheit seines Sohnes Samuel.

Das Lernen von Violine und der Gesang im Chor von St. George’s Church in Croydon dienten als Grundlage für die musikalische Ausbildung des jungen Samuel. Seine Talente wurden von Colonel Herbert Walters erkannt, der sein Wohltäter wurde und seine musikalische Ausbildung am Royal College finanzierte. Während er am Royal College ist arrangiert Sir George Grove für Taylor, dass er mit Sir Charles Stanford Komposition studiert. Dies legte den Grundstein für Ihn, um 1893 eine Anstellung als Komponist zu erhalten.

Als Komponist, wurde sein Werk Hiawatha’s Wedding Feast von 1898 am bekanntesten. Die erste von drei Arbeiten, die auf Gedichten von Henry Wadsworth Longfellow basieren. Taylor’s Orgelwerke können als musikalische Glanzstücke beschrieben werden. Die Three Impromtus, Op 78 sind Werke für Orgel, die man im späten 18. Jahrhundert in England hörte. Die drei Arbeiten sind späte romantische Miniaturen, die Typisch für diese Ära sind.


Prelude to Our American Cousin                                                            Eric Sawyer (b. 1962)

Prelude to our American Cousin ist eine Bearbeitung für Orgel der Orchester Overture einer Oper, die das Attentat auf Lincoln am Theater thematisiert. Das Prelude versucht einen Hintergrund von kürzlich gewonnenem Frieden und aufkommender Gewalt, die an diesem Abend präsent waren, zu erwecken. Es setzt Materialien in Bewegung, die zentral für die musikalische Entwicklung an der Oper sind und beinhaltet eine „kleine Welle“ herunterkommender Figuren, gleich am Beginn, der mit einer zweideutigen Suggestion von Vergebung und Vergessen bricht. Nach dem Aufbau zu einem marzialischen Ausbruch, fährt das Prelude mit einem nachdenklichen Gemüt und einer Bearbeitung der Bürgerkriegsmelodie „When This Cruel War Is Over“, sowie einem Zitat einer Opernarie, in der ein Akteur einen Traum erzählt, in dem er einen Freund auf dem Schlachtfeld trifft, fort.


Improvisation                                                                        Lucius R. Weathersby (1968-2006)

Thema: Seht, neuer Morgen in unserer Nacht
            Mein schönste Zier und Kleinod bist


Three Works                                                                              William Grant Still (1895 - 1978)
                             Revere
                             Elegy
                             Bayou Home

William Grant still, der als “Dekan” (Dean of African-American Composers) der afrikanisch-amerikanischen Komponisten bekannt ist, schrieb viele Werke für Orchester und Gesang, sowie ganze Opern. Seine Leistung als Komponist war gewaltig, aber in der Ära der Orgelkompositionen hat er nur zwei Werke geschaffen: Elegy und Revere. Bayou Home wurde von Hutchins B. Coleman arrangiert und war ursprünglich ein Werk für Gesang mit gleichen Namen. Das ursprüngliche Werk wurde 1941, mit Texten seiner Frau Verena Arvey, komponiert.


Variations on Nettleton                                                            Undine S. Moore (1904 – 1989)

Im Gegenzug als „Dekanin“ (Dean of Black Women Composers) der schwarzen Komponistinnen wurde Udine Smith Moore am 25 August 1904 in Jarratt, Virginia, geboren. Im Alter von sieben Jahren begann sie Klavierunterricht bei Lillian Allen Darden zu nehmen. Im Herbst 1929 erhielt sie ihre erste Ausbildung an der Julliard Graduate School, um Musik an der Fisk University zu studieren. Sie promovierte 1926 und begann an ihrem Master of Arts degree an der Columbia Univerity zu arbeiten; dies beendete sie 1931. Sie begann 1927 am Virginia State College zu arbeiten und setzte dies bis zu Ihrem Ruhestand 1972 fort.

Variations on Nettleton wurde für einen Student an der Virginia State University während der 70er Jahre komponiert. Ein Student fagte Moore, ob sie ein Werk als „senior recital“ komponieren würde. Die Komposition nimmt die Stimmung des bekannten Chorals „Come Thou Fount of Every Blessing“ auf und bearbeitet sie in einer Vielzahl von Variationen.


Iowa Winter Suite                                                                Lucius R. Weathersby  (1968-2006)
                             I.    First Snow
                             II.   Hard Freeze
                             II.  1:00 AM 20  Degrees Below Zero
                             IV. Third Week of March 

Iowa Winter Suite war eine Promovierungs- und Collegekomposition. Ursprünglich aus dem südlichen Teil der Vereinigten Staaten, zog ich in den Norden, nämlich nach Iowa, um zu promovieren. Die Winter hatten nichts damit zu tun, was ich in Luisiana bisher erlebte. Mein Professor für Komposition sah, wie die Winter mich berührten und schlug mir vor, ein Werk zu komponieren, das Anderen die Möglichkeit geben soll, mein Entsetzen und Unbehagen über raues Wetter, zu teilen.


Retrospection                                                                                 Florence Price (1887 – 1953)

Florence Beatrice Smith Price wurde in Little Rock, Arkansas, am 9. April 1887 geboren. Ihre Mutter war eine Klavierlehrerin und ihr Vater war Zahnarzt. Sie lernte sehr früh Klavier spielen. Später besuchte sie das New England Conservatory of Music und erhielt ein Diplom für Orgel und Klavier. Von 1907-1910 lehrte sie Musik am Shorter College in Little Rock und von 1910-1912 an der Clark Universität in Atlanta, Georgia.

Nachdem Ihre Ehe mit Thomas J. Price, ein Rechtsanwalt in Little Rock, zerbrach, fand sie sich in einer schwierigen Situation mit ihren zwei Kindern wieder. Während dieser Zeit fand sie bei einer Studentin, Margaret Bond, in Chicago Schutz. Obwohl ihre Situation zeitweise finster war, konnte nichts ihre Liebe zu Auftritten und zum Komponieren vereiteln, oder sie davon abhalten beides weiterhin zu tun.

Die Schaffenskraft von Price war extensiv – von Orchester Werken, Concertos, Gesangs- und Chorwerke bis zu Orgel und Klavier Musik, sie kann als sehr ertragreich beschrieben werden.

Retrospection or Elf on a Moonbeam ist ein kurzes Orgelwerk, das typisch für diese Zeit ist und  reich an Jazz Harmonien ist.


Joshua Fit De Battle Ob Jericho                                                  Fela Sowande (1905 - 1987)

Fela Sowande ist bekannt als Vater der modernen nigerianischen Art Music. Geboren in Abeokuta, Lagos, als Sohn eines Kirchenmusiker und yurubinischen Priester, der einen formenden Einfluss auf die musikalische Entwicklung des jungen Sowande hatte. Sein Vater, Emmanuel Sowande, führte ihn in die traditionelle yurubinische Musik ein, während Dr. TK Ekundayo Phillips, ein Komponist, Organist und Chorleiter Ihm Werke von verschiedenen großen europäischen Komponisten lehrte.

Sowande besuchte Schulen in London und erreichte dort den Bakkalaureus für Musik von der Unversity of London und wurde Mitglied am Trinity College für Musik. Er schaffte viele verschiedene Kompositionen, darunter viele Werke für Orgel. Diese Werke reichen von Arbeiten mit afrikanischen Themen bis zu Arbeiten, die von afrikanisch-amerikanischen Spirituals inspiriert sind. Ein Beispiel für den zuletzt genannten Einfluss ist Joshua Fit De Battle Ob Jericho. Seine Reichhaltigkeit an Tonfarben, verschiedene Rhythmen und seine orchestrale Tonfarbe sind immer präsent in seinen Kompositionen, denen es niemals an Vielfalt fehlt. Sein spezielles Talent für die Verwendung von musikalischem Material einer starren Kultur, dem er erlaubt eine kompositorische Form zu diktieren, harmonische Sprache und die Fusion dieses Materials mit beidem, Klassik- und Jazzidiomen, ist beispielhaft.


Improvisation                                                                        Lucius R. Weathersby (1968-2006)

Thema: Lobt Gott Ihr Christen alle gleich


New Orleans Suite                                                                Lucius R. Weathersby (1968-2006)

Die New Orleans Suite ist den Bewohnern in der Region der Golf Küste gewidmet – denjenigen die Fliehen konnten und denen, die den Verwüstungen des Hurricane Katrina nicht entfliehen konnten. Die Suite strebt an, den traditionellen New Orleans Jazz Funeral einzufangen. In diesem Idiom beginnt die Suite mit den langsamen, traurigen Klängen der Choräle Nearer My God to Thee und Just a Closer Walk with Thee und beschließt mit einem Ausbruch von Freude und Hoffnung, der ausdrückt, dass jeder – reich oder arm – Entzücken im Leben nach dem Tode erfahren wird.

 

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